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Stützpunkte der ARGE hier : Konzepte u. Kriterien PDF Drucken E-Mail

Die ARGE Rheinland-Pfalz ist sich darüber einig, dass zu den beiden Bundesligavereinen mit ihren Internaten - hier: MJC Trier weiblich und TSG Friesenheim männlich, Unterstützpunkte geschaffen werden müssen - hier nach dem Muster des DHB. Hintergrund ist, dass das Zusammenziehen von allen Kaderspielern, zu bestimmten Terminen, mit erheblichen Problemen verbunden ist. Dies sind einerseits die Spielwochenenden und andererseits die damit verbundenen Kosten. Zudem ist es so, dass gerade im Hinblick auf die DHB-Sichtung, welche mehr auf die individuellen Fähigkeiten der Spieler ausgerichtet ist, die Vorbereitungen für die ARGE-RLP-Spieler ohne Weiteres in Kleingruppen stattfinden kann. Aber auch die Schulung für bzw. auf mannschaftsspezifische Dinge, kann durchaus in kleineren Gruppen erfolgen.

Das Terminproblem wird am Beispiel des  männlichen Kaders 93 sehr deutlich. Bis zum 31.10.2009 konnten überhaupt erst sechs gemeinsame Lehrgänge stattfinden (inklusive DHB-Sichtung)! Inkl. Länderpokal, welcher vom 08-10.01.2010 stattfand, kam dieser Jahrgang auf lediglich 10. Lehrgänge! Dies ist eindeutig zu wenig, um die gemeinsamen Ziele zur Umsetzung zu bringen. Aus diesem Grunde sollten schnellstmöglich Unterstützpunkte geschaffen werden, auf welchen dann Kaderspieler der ARGE Rheinland-Pfalz und weitere Perspektivspieler trainieren können. Diese Perspektivspieler können dann aus dem gleichen oder einem jüngeren Jahrgang stammen oder aus dem jeweiligen LV-Kader kommen. Ein ganz wichtiger Punkt könnte sein, dass RLP-Spieler, für die alterbedingt keine Maßnahmen mehr erfolgen, eine Anschlussförderung geschaffen würde, was für die ARGE RLP ein wichtiger Punkt in der Außendarstellung wäre. Die Anschlussförderung der ältern Spieler wird sich zudem auf die Ausbildung der jüngern Spieler, durch das gemeinsame Training, positiv auswirken.

Was kann die ARGE-RLP hierfür tun?

Die ARGE-RLP ist nicht in der Lage, hier mehrere Unter-Stützpunkte einständig finanziell zu stemmen. Für diese Unterstützpunkte müssen daher Vereine gefunden werden, die das Konzept der ARGE Rheinland-Pfalz im Sinne der Jugendwarte und der Landestrainer umsetzen können.

Dennoch besteht auch hier Einigkeit bei den Vertretern der LV (Sitzung am 31.10.09), dass die ARGE-RLP in einer Art Verpflichtung ist, etwas zu tun. Dies wird u.a. sein:

1.) ein ARGE-RLP Zertifikat, nach dem Muster des DHB für „exzellente Jugendarbeit",

welches der Verein auf seinem Briefkopf sowie auf der Homepage führen kann.

2.) gelegentliches Abstellen eines RLP-Trainer für ein STP-Training

3.) Finanzierungsunterstützung für einen kompletten Trainer-Ausbildungs-Tag

Es müssen daher Kriterien angelegt werden, damit sich Vereine entsprechend bewerben können.

Es sollte drei Stufen-Kriterien-Modell aufgestellt werden.

1.) Muss-Kriterien: Diese muss der Verein in jeden Fall erfüllen

2.) Kann-Kriterien: Diese wäre von Vorteil, für die Auswahl eine ARGE-STP-Vereins

3.) Evtl.-Kriterien: Diese wären zwar wichtig, sind aber nicht zwingend notwendig. Sie können aber hilfreich sein, bei der Auswahl bzw. der Festlegungen, welche Vereine letztlich als ARGE-Stützpunkt benannt werden. Die Kriterieninhalte wurden durch drei Landestrainer „männlicher Bereich" erarbeitet.

Kriterieninhalte wurden durch die Landestrainern Thomas Gaubatz, Martin Röhrig und Daniel Fellenzer erarbeitet und durch H.-J. Häring (HV Rheinland) Axel Eichholtz (HV Rheinhessen) und Thomas Kern (Pfälzer HV) bestätigt.

Muss-Kriterien

a.) durchgängiges Jugendkonzept, von der Ballschuhe bis zur A-Jugend à Anschlussförderung.

b.) das Jugendkonzept muss in Schriftform vorliegen, um eine Nachvollziehbarkeit zu erhalten.

c.) für ein solches sportliches Konzept sollte ein Headcoach oder ein sportlicher Leiter im entsprechenden Verein eingesetzt sein.

d.) der Verein muss eine Trainingszeit in der Woche im mindestens zweiwöchigen Rhythmus bereitstellen, in welcher ein entsprechendes Fördertraining angeboten werden kann. Zeitdauer muss mindestens 1,5h betragen

e.) der Verein verpflichtet sich einmal pro Jahr ein adäquates Tages-Trainer-Seminar durchzuführen. Die Referenten für diesen Tag sind zunächst durch den Verein selbst zu akquirieren und bereitzustellen - ggf. unterstützt die ARGE RLP.

f.) das Fördertraining/Stützpunktraining für die Rheinland-Pfalz-Auswahl wird durch einen Trainer des Vereins durchgeführt, welcher mindestens die B-Lizenz haben muss, es bleibt dem Verein überlassen, ob er sich für diese Trainingseinheiten eventuell einen externen Trainer "einkauft". Dieser Trainer wird in Absprache mit den jeweiligen ARGE-Landestrainern entsprechende Trainingskonzepte umsetzen.

g.) der Verein verpflichtet sich, den für das ARGE-STP-Training eingesetzten Trainer zu Maßnahmen der Rheinland-Pfalz-Auswahl, zum Zwecke der Beobachtung, zu entsenden - hier vorrangig Lehrgänge innerhalb von Rheinland-Pfalz sowie die DHB-Sichtung in Heidelberg.

h.) der Verein muss mindestens mit seiner 1. Mannschaft (männlich od. weiblich - je nach STP) in der höchsten Klasse seines Verbandes spielen.

 Kann-Kriterien:

a.) Jugend - Regionalligamannschaften

b.) spezieller Tormanntrainer/in

c.) Turnübungsleiter/in

d.) Möglichkeit der Nutzung von Haftmitteln

e.) Kooperationen mit höher spielenden Vereinen

Evtl.-Kriterien -  wichtig aber nicht zwingend notwendig ...

- wären nachgewiesene Schulkooperationen

- wäre die Zusammenarbeit mit dem Landessportbund

- wären Kooperationen mit anderen Vereinen, bzw. anderen Sportarten

- besondere Betreuung der Spieler  wie z.B.:

Physiotherapeutische Betreuung, nachgewiesene Kooperationen mit Ärzten etc.

Bewerbung / Ablauf:

1.) Es erfolgt eine Veröffentlichung über die HP der drei Landesverbände

2.) Die Bewerbungen sind an den Pfälzer Handballverband zu richten, als derzeitig vertretender der LV in der ARGE RLP - hier: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  

z.H. Thomas Kern (Vize Jugend) und Friedhelm Jakob (Präsident)

3.) Bewerbungsfrist: 01. März 2010

gez. ARGE RLP